Azoren - Insel Terceira

Azoren - Insel Terceira

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Zwischen Vulkanen und Atlantik – meine erste Begegnung mit Terceira und Angra do Heroísmo

Nach fünf intensiven Tagen auf den Azoren bin ich noch immer völlig überwältigt von dieser einzigartigen Inselwelt mitten im Atlantik. Schon beim Landeanflug auf Terceira wusste ich, dass mich hier etwas Besonderes erwartet: sattgrüne Landschaften, dramatische Steilküsten, kleine Dörfer und dieses unbeschreibliche Gefühl von Freiheit, das nur Inseln auslösen können.

Wir hatten das Glück, per Direktflug von Düsseldorf nach Terceira zu reisen. Nach nur etwa 4,5 Stunden Flug landeten wir am kleinen Flughafen Lajes Field – und ab diesem Moment begann das Abenteuer. Besonders verliebt habe ich mich sofort in die charmante Inselhauptstadt Angra do Heroísmo. Die historische Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wirkt mit ihren bunten Häuserfassaden, kleinen Cafés und den verwinkelten Gassen fast wie aus einer anderen Zeit.

Die Mischung aus rauer Natur, bewegender Geschichte und portugiesischer Gelassenheit hat mich vom ersten Augenblick an gefesselt.

Beste Reisezeit für die Azoren

Ich war im Mai auf Terceira unterwegs – und genau dieser Monat hat mich komplett begeistert. Die Insel zeigte sich in sattem Grün, überall blühten Hortensien und die Temperaturen waren mit etwa 18 bis 24 Grad perfekt für Wanderungen und Erkundungstouren. Gerade im Frühling wirken die Azoren fast unwirklich schön, weil die Natur dann besonders intensiv leuchtet.

Grundsätzlich gelten die Monate Mai bis Oktober als beste Reisezeit für die Azoren. In dieser Zeit erwarten Besucher angenehm milde Temperaturen, viele Sonnenstunden und ideale Bedingungen zum Wandern, Baden oder Whale Watching. Besonders der Sommer eignet sich hervorragend für Outdoor-Aktivitäten und Bootsausflüge.

Typisch für die Azoren bleibt allerdings das wechselhafte Wetter: Sonne, Nebel und kurze Regenschauer können sich innerhalb weniger Minuten abwechseln. Genau diese Mischung macht die Inseln aber so ursprünglich und faszinierend.

Meine Highlights auf Terceira

Serra do Cume – der schönste Ausblick der Insel

Der Aussichtspunkt Serra do Cume war für mich einer der magischsten Orte auf Terceira. Hoch oben blickt man auf die berühmten grünen Weideflächen, die wie ein riesiger Flickenteppich wirken. Besonders faszinierend war das ständig wechselnde Lichtspiel zwischen Sonne, Wolken und Nebel.

Altstadt von Angra do Heroísmo

Durch die Gassen von Angra do Heroísmo zu schlendern fühlte sich an wie eine kleine Zeitreise. Überall entdeckt man historische Gebäude, hübsche Kirchen und kleine Plätze voller Leben. Besonders am Abend entsteht hier eine unglaublich romantische Atmosphäre.

Monte Brasil – Natur und Geschichte zugleich

Der Monte Brasil ist ein erloschener Vulkan direkt an der Küste von Angra. Die Wanderwege dort führen durch dichte Vegetation und eröffnen immer wieder traumhafte Ausblicke über das Meer und die Stadt. Für mich war das einer dieser Orte, an denen man einfach innehält und tief durchatmet.

Vulkanhöhle Algar do Carvão

Ein absolutes Highlight war die beeindruckende Vulkanhöhle Algar do Carvão. Tief unter der Erde öffnet sich eine faszinierende Welt aus Lavagestein, moosbewachsenen Wänden und kleinen unterirdischen Seen. So etwas hatte ich zuvor noch nie gesehen.

Shopping & portugiesisches Lebensgefühl

Besonders gefallen haben mir die kleinen Boutiquen und lokalen Geschäfte in Angra. Hier findet man handgemachte Keramik, regionale Spezialitäten und wunderschöne Mitbringsel fernab vom Massentourismus. Ich liebe genau solche Orte, an denen alles noch authentisch wirkt.

Mein Insidertipp für Terceira

Wer auf Terceira einen besonderen Abend erleben möchte, sollte unbedingt das QB Food Court besuchen. Die moderne Rooftop-Atmosphäre mit Blick auf den Atlantik hat mich sofort begeistert. Besonders zum Sonnenuntergang entsteht dort eine unglaublich entspannte Stimmung.

Dazu kommen frische Cocktails, hervorragendes portugiesisches Essen und diese typisch entspannte Azoren-Atmosphäre, die man einfach nicht vergisst.

Mein Hoteltipp auf Terceira

Während meiner Reise habe ich im Azoris Angra Garden gewohnt – und ich würde jederzeit wieder dort einchecken. Das Hotel liegt perfekt direkt im Herzen von Angra, sodass man die Altstadt wunderbar zu Fuß erkunden kann.

Besonders gefallen haben mir der wunderschöne Gartenbereich, die ruhige Atmosphäre und der Blick auf die umliegenden Berge. Nach langen Wanderungen war es genau der richtige Ort zum Entspannen.

Mein Fazit zu den Azoren

Terceira hat mich emotional wirklich überrascht. Ich hatte wunderschöne Landschaften erwartet – aber nicht dieses intensive Gefühl von Ruhe, Freiheit und Ursprünglichkeit. Die Azoren sind kein Reiseziel für Menschen, die nur Sehenswürdigkeiten abhaken wollen. Sie sind ein Ort zum Durchatmen, Entschleunigen und Staunen.

Vor allem als naturbegeisterte Reisende habe ich mich hier unglaublich wohlgefühlt. Die dramatischen Küsten, die sattgrünen Hügel, die Vulkane und das ewige Spiel zwischen Sonne und Nebel haben diese Reise für mich unvergesslich gemacht.

Für mich steht fest: Das waren sicher nicht meine letzten Tage auf den Azoren.

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Sylvie Maier
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