Palmen und Sandstrand - so sieht wohl für viele von uns der perfekte Urlaub aus. Einfach mal die Seele baumeln lassen und das am besten mit der Sonne auf dem Bauch, einem kühlen Getränk in der Hand und Sand zwischen den Zehen. Reiseziele, an denen genau das geboten wird, gibt es viele – doch kaum eines macht einen so wunschlos glücklich wie die “Dom Rep”. Doch Sonne, Strand und Meer ist nicht das einzige Gesicht des Inselstaates in der Karibik. Meine Eindrücke von und Reisetipps für die Dominikanische Republik will ich hier mit euch teilen.

Die Qual der Wahl

Zunächst einmal muss einem schon vor dem Urlaub in der Dominikanischen Republik klar sein, was man sich von seinem Aufenthalt verspricht. Denn der Staat auf der Insel Hispaniola hat ganz verschiedene Gesichter. Während im Süden und Osten vor allem tropisches Wetter herrscht und hier zauberhafte Puderzuckerstrände locken, zeigt sich die Insel im Norden eher von ihrer bodenständigen Seite - hier findet man alle möglichen Grüntöne, welche die Natur zu bieten hat.
Davon abhängig ist schließlich auch die Wahl der Unterkunft. Ich war im Rahmen der TUI Erleben Tour im März eine Woche in der Dominikanischen Republik unterwegs und konnte somit Land, Leute und auch viele Hotels besichtigen. Meine beiden Anlaufstätten waren zum einen das südöstliche Punta Cana, zum anderen das im Norden gelegene Puerto Plata. Und schon in diesen beiden Städten zeigte sich, wie grundsätzlich verschieden die Regionen sowohl landschaftlich, als auch kulturell sein können. Doch der Reihe nach...

Urlaub für Erwachsene - Sensimar im RIU Resort

Zunächst steuerten wir also Punta Cana an. Hier wurden wir im RIU Palace Bavaro untergebracht, einem von insgesamt fünf Hotels dieses RIU Komplexes. Die Zimmer waren großzügig und in eher kühlen Farben eingerichtet - nicht ganz unangenehm, bei den herrschenden Temperaturen. Allerdings war der zum Schlafzimmer offene Badbereich auf den ersten Blick etwas ungewohnt. Nichtsdestotrotz konnte der Hotelkomplex mich dennoch ziemlich begeistern. Denn das 24 Stunden All-Inclusive Konzept bietet wirklich enorm viel - u.a. auch zahlreich leckere Restaurants. Auch das Publikum war recht angenehm - das Hotel beherbergte neben einigen Europäern auch einen großen Teil amerikanischer und kanadischer Gäste.
Das im RIU Resort integrierte Sensimar Punta Cana Villas & Suites konnte allerdings die Erwartungen der ruhesuchenden Gäste meiner Meinung nach nicht erfüllen. Urlauber, welche „Zeit für Zweisamkeit“ schätzen, sollten besser im 5 Sterne Hotel Secrets Royal Beach Punta Cana unterkommen. Denn In diese „Adults Only“ Anlage kann man erst ab 18 Jahren.

Auf den Spuren des Christoph Kolumbus

Direkt in Punto Cana zieht es die meisten wohl direkt ans Meer. Denn die Südostküste der Dominikanischen Republik ist bekannt für die paradiesischen Sandstrände und das türkisblaue Wasser. Ob man sich nur in der Sonne aalen will oder aber schwimmen und tauchen gehen möchte - hier ist der perfekte Ort! Unweit der Küste liegt auch ein langgestrecktes Korallenriff, welches mit seiner Unterwasserwelt jeden Besucher verzücken kann. Wer allerdings etwas mehr erleben möchte, für den habe ich noch zwei weitere Reisetipps.

Santo Domingo - die älteste Stadt der Neuen Welt
Die Fahrt in die Hauptstadt der Dom Rep dauert von Punta Cana zwar ca. 3 ½ Stunden, aber sie lohnt sich. Denn hier, in Santo Domingo, findet man den kulturellen Höhepunkt des Landes. Insbesondere um den 27. Februar herum wandelt sich die Stadt zum Zentrum des Karnevals, welcher hier mit riesiger Begeisterung gefeiert wird. Als ich die Stadt besuchte, war das bunte Treiben zwar bereits vorüber, aber es soll ein fantastisches Erlebnis sein.

Aber auch abseits dieses Spektakels kann in der sogenannten ältesten Stadt der Neuen Welt vieles entdeckt werden. So lassen sich hier beispielsweise überall die Spuren des Entdeckers der Insel Hispaniolas - Christoph Kolumbus - verfolgen. Lange Zeit barg die Kathedrale Basilica Menor de la Virgen de La Anunciación auch die Gebeine des berühmten Seefahrers. Heute liegen sie jedoch im Faro a Colón. Beide Sehenswürdigkeiten lohnen einen Besuch.

Wer sich lieber vom Flair der Stadt begeistern lassen will, kommt hier auf jeden Fall auch auf seine Kosten. Zahlreiche Kolonialbauten säumen die Gassen und Straßen. Und falls die Kräfte bei den herrschenden tropischen Temperaturen nicht mehr reichen, diese selbst zu erkunden, empfehle ich eine Fahrt mit dem Touristenbus (http://www.chuchucolonial.com).
Während der ca. 45 Minuten erhält man mithilfe eines Audio-Guides (auch in deutscher Sprache) einen schönen Eindruck von der Altstadt Santo Domingos.

Viel Wind in Cabarete
Von Santo Domingo aus fuhren wir einmal quer über die Insel nach Cabarete. Dieser kleine karibische Ort im Norden der Dominikanischen Republik ist wegen seines besonderen Windes ein wahres Wassersportparadies. Von Kitesurfen über Wakeboard bis hin zum Wind- und Wellensurfen - hier findet wohl jeder die richtige Aktivität für sich. Zahlreiche Surfschulen reihen sich wie Perlen auf einer Kette am Hauptstrand entlang, welcher sich im Ortszentrum von Cabarete befindet. Das ehemalige Fischerdörfchen zieht darum natürlich viele junge Menschen an und hat sich zu einer hippen Stadt entwickelt. Abgesehen vom Wassersport ist in Cabarete auch zum Beispiel Mountainbike-Fahren, Tauchen, Golf oder Reiten (sowohl am Strand, als auch in den Bergen) möglich. Es laden zudem viele Restaurants zum verweilen ein und für einen tollen Abend locken die Bars und Diskotheken unmittelbar am Strand.

Mit dem Monstertruck ins Hinterland

Mein nächster Aufenthalt war in Puerto Plata, dem “Silberhafen”. Hier erwartete mich zunächst das Club Hotel RIU Bachata. Die weitläufige Bungalowanlage bezauberte mich direkt mit ihren zweistöckigen Gebäuden und dem großen Garten. Die Zimmer waren in Brauntönen eingerichtet, was für meinen Geschmack leider kein echtes Karibikfeeling vermittelte. Aber ansonsten war alles ordentlich, sauber und schön.

Der nahe Strand (Bereich Bahia Maimon) ist gar nicht vergleichbar mit dem „Puderzuckerstrand“ in Punta Cana. Denn er ist zum Teil sehr steinig. Auch ist es möglich, dem einen oder anderen Seeigel zu begegnen. Dennoch fasziniert diese Landschaft mindestens genauso sehr, weswegen ein Spaziergang hier auf jeden Fall eingeplant werden sollte.

Zum RIU Bachata gehören außerdem das Club-Hotel RIU Merengue und das Club-Hotel RIU Merengue Village. Diese drei RIU Anlagen gehen nahtlos ineinander über und man kann die kompletten Einrichtungen aller drei Hotels nutzen. Das war natürlich ausgesprochen praktisch. Dennoch wollte ich auch hier die Umgebung entdecken.

Puerto Plata - die viertgrößte Stadt der Dom Rep
Zunächst führte mich mein Weg hinein in die Stadt Puerto Plata. Denn hier empfängt einen noch ein sehr traditionell geprägtes Stadtbild. Die Straßen sind gerahmt mit farbigen karibischen Holzhäusern, teilweise sogar noch mit einer Veranda überdacht. Sofort ist der Urlaubsmodus entfacht.

Mein Reisetipp: Schlendern Sie erst etwas entlang des Promenadenwegs am Meer „Malecon“, besichtigen Sie dann das Fort San Felipe und genießen Sie im Anschluss einen sagenhaften Ausblick über die Hafenstadt während der Fahrt mit der Seilbahn. Diese fährt auf den 793 Meter hohen Pico Isabel de Torres hinauf. Von hier aus können Sie Puerto Plata in seiner ganzen Schönheit bewundern.

Abseits der Touristen
Wenn Sie wenig Interesse an den touristischen Sehenswürdigkeiten haben, sollten Sie eine Monstertruck-Tour ins Hinterland buchen. Diese Gefährte scheinen auf den ersten Blick eigenartig. Aber da die Straßen abseits der Zentren häufig eher dürftig ausgebaut sind und zudem auch in der Regenzeit überflutet oder ausgewaschen sein können, ist das schon eine gute Wahl.
Uns war es auf diesem Ausflug möglich, kleine Farmdörfer, ein typisches Wohnhaus sowie eine Schule zu besichtigen. Man erhält so einen wirklich beeindruckenden Einblick in das Alltagsleben der Dominikaner. Oder hätten Sie gewusst, dass außerhalb der wenigen großen Städte Strom gar nicht rund um die Uhr zur Verfügung steht?

Urlaub in der Dominikanischen Republik

Nach diesem einwöchigen Trip ist mein persönliches Fazit: Die Dominikanische Republik ist immer eine Reise wert. Es lohnt sich zudem nicht den ganze Dom Rep Urlaub lang in der Hotelanlage zu bleiben - auch wenn der Komfort sehr verlockend ist. Aber nur wenn Sie etwas herumfahren, dann erleben, erfahren und entdecken Sie diese zauberhafte Insel wirklich. Und falls Ihnen doch der Sinn nach einem Badeurlaub steht, finden Sie diesen wie immer auf www.schoene-reisen.de
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